In Sekunden zerbröselten Dämme, Straßen und Brücken. Wassermassen verwüsteten Hafenanlagen, schleuderten Yachten wie Kinderspielzeug durch die Luft, lief in Keller, Garagen und ganze Einfamilienhäuser. Das Sturmtief Xynthia vor allem den Küstenstreifen am Atlantik schwer verwüstet. "Es war wie eine Apokalypse", berichtet ein Augenzeuge.
Bis Montag Nachmittag war eine Zahl von 51 Todesopfern bekannt, trotz ganztägiger Warnungen von Méteomedia vor dem Sturm. Vor allem in den Départements Vendée und Charente Maritime wird nun über die künftige Bauleitplanung diskutiert. In den beiden Orten mit den meisten Todesopfern Aiguillon-sur-Mer und La-Faute-sur-Mer sind die Siedlungen immer weiter ans Meer herangerückt. Selbst in besonders niedrig liegenden Überschwemmungsgebieten, die nur durch einige Dünen vom Strand getrennt sind, wurde eifrig gebaut. Schon seit Jahren wurde darüber kontrovers diskutiert. Doch die Allianz der Immobilienwirtschaft mit expansionwilligen Lokalpolitikern setzte sich über alle Zweifel hinweg. Ein neuer Aktionsplan gegen Risiken soll künftig den Bau neuer Häuser in den gefährdeten Gebieten verbieten. In weiteren, dahinter liegenden Zonen, sollen die Gebäude erhöht werden. Viele der Toten wurden Nachts in ihren Häusern vom Wasser überrascht und konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen.
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Montag, 1. März 2010
Donnerstag, 25. Februar 2010
Florence Aubenas - die französische Wallraff
Die Auslandskorrespondentin Florence Aubenas ist auch in Deutschland nicht unbekannt, denn sie wurde mehrere Monate lang als Geisel im Irak festgehalten. Nach ihrer Rückkehr war sie nun als französische "Wallraff" unterwegs. Unter ihrem richtigen Namen, mit gefärbten Haaren und Brille verdingte sie sich in Caen als Putzfrau. In ihrem Buch "Le Quai de Quistreham" beschreibt sie ihre Erfahrungen "ganz unten". Wie sie robbend die Toiletten auf der Fähre nach England reinigt, jede in gerade einmal drei Minuten, um die Arbeit während der kurzen Überfahrt zu schaffen. Diese ekelerregende Arbeit ist Frauen vorbehalten. "Innerhalb einer Viertelstunde sind meine Knie auf das doppelte angeschwollen, ich spüre Ameisen im Arm", schreibt sie über die Arbeit, die einzige, die es für eine Frau in den Vierzigern ohne Qualifikation gab. Aufschlussreich sind auch die Erlebnisse im Arbeitsamt, wo die Berater denjenigen, die jede Arbeit annehmen müssen ganz offen ihre Verachtung und ihren Zynismus spüren lassen. Doch auch unter den Angestellten gibt es eine Hierarchie, bei der die Putzfrauen ganz unten stehen. Ganz zufällig lässt der Kollege die Kaffeetasse fallen, trampelt über frischgereinigte Flure. All das für einen Lohn von weniger als 700 Euro im Monat. Die Journalistin ist mittlerweile in ihren wirklichen Beruf zurück gekehrt und hat ein packendes Reportagebuch über das Leben des französischen Prekariats verfasst.
Freitag, 19. Februar 2010
Nacktscanner: Ab Montag blicken die Kontrolleure unter die Haut
Wer ab Montag von Paris aus das Flugzeug nimmt, kann bis auf die Knochen durchleuchtet werden. Unter dem harmlos klingenden Namen "loppsi II" schnürte die französische Regierung ein Gesetzespaket, das die innere Sicherheit gewährleisten soll. Beschlossen wurde auch der Körperscanner.
Eine Wissenschaftler-Kommission hatte Bedenken gegen den Eingriff in die Intimsphäre angemeldet. Denn die aktuelle Technik erlaubt es, die Passagiere tatsächlich in allen Einzelheiten zu mustern. Eine Speicherung der Daten und deren Übertragung könnte zu einem Missbrauch privatester Informationen führen. Noch sind keine Lösungen für diese Probleme in Sicht. Vorerst soll die Passage am Apparat freiwillig erfolgen.
Eine Wissenschaftler-Kommission hatte Bedenken gegen den Eingriff in die Intimsphäre angemeldet. Denn die aktuelle Technik erlaubt es, die Passagiere tatsächlich in allen Einzelheiten zu mustern. Eine Speicherung der Daten und deren Übertragung könnte zu einem Missbrauch privatester Informationen führen. Noch sind keine Lösungen für diese Probleme in Sicht. Vorerst soll die Passage am Apparat freiwillig erfolgen.
Freitag, 29. Januar 2010
Häuserkampf an der Place des Vosges
Wer in Paris schon einmal eine Bleibe gesucht hat, kennt Anzeigen wie diese: "Geräumige lichtdurchflutete Zweizimmerwohnung, 12 Quadratmeter, Toilette auf dem Hof für 600 Euro monatlich", dann gäbe es laut der Anzeige im Fenster des Immobilienbüros noch ein tolles Schnäppchen zu kaufen "neun Quadratmeter, keine Fenster für nur 130 000 Euro". Mit Galgenhumor kämpft eine Handvoll Aktivisten des Kollektivs Jeudi Noir seit einigen Jahren gegen die triste Lage auf dem Wohnungsmarkt, die Makler und Hauseigentümer ausnutzen, um auch die letzte schäbige Dachkammer für eine Unsumme zu vermieten. Als Clowns verkleidet, besuchen die Aktivisten Immobilienmessen, rufen bei Wohnungsbesichtigungen von ähnlich trostlosen Löchern Happenings aus und "beschlagnahmen" leerstehende Immobilien.
Auf ihrem Blog berichten die Mitglieder von Jeudi noir von ihrer jüngsten, spektakulären Aktion gegen die Wohnungsnot. Die 30 Mitglieder der Gruppe: Studenten, Arbeitslose und Beschäftigte mit kleinen Einkommen haben sich ausgerechnet am noblen Place des Vosges niedergelassen. Seit Oktober haben sie dort ein prächtiges 400 Jahre altes Palais besetzt, in dem einst die Marquise de Sévigné geboren wurde. "Das Gebäude steht bereits seit einem halben Jahrhundert leer und es gibt keinerlei Anzeichen, dass sich dies so bald ändern könnte", machen die Aktivisten geltend, die mit ihrer Aktion auf die Wohnungsnot und die Untätigkeit der Politik hinweisen wollen.
Das Schlösschen gehört einer 87-Jährigen Bankierstochter, die im Altersheim lebt und seit zwei Jahren entmündigt ist. Ihre Vertreter haben mittlerweile einen Räumungsbescheid erwirkt. Die alte Dame hatte die Besetzer sogar besucht, ebenso wie Politiker aller Parteien. Die noble Adresse an der Place des Vosges bringt den Besetzern mediale Aufmerksamkeit. Mit seinen frühbarocken Palästen gilt der unter Heinrich IV. im 17. Jahrhundert angelegte Platz als einer der schönsten in der französischen Hauptstadt. Einst hatten Richelieu, Victor Hugo und Georges Simenon hier residiert. Heute zählt diese Adresse zu den teuersten in Paris - ein einziger Quadratmeter kostet 20 000 Euro. Teuer dürfte das Wohnen auch für die Schlossbesetzer werden, das Gericht hatte sie zur monatlichen Zahlung von 25 000 Euro verdonnert und einen Räumungstitel erlassen. Doch ob die Vertreibung unter Beobachtung der Medien mitten im Winter durchgesetzt wird, darf man bezweifeln.
Hier noch zwei interessante Artikel über Jeudi noir: Artikel Süddeutsche und Le Monde.
Donnerstag, 12. November 2009
Der französische Blick auf Berlin
Eine lesenswerte Reportage mit dem Titel "Berlin, die unvollendete Hauptstadt" erschien heute in Le Monde. Interessante Neu-Berliner wie der Galerist Mehdi Chouakri, Franzose mit algerischen Wurzeln, kommen zu Wort. Die Korrespondentin beschreibt Licht und Schatten des Lebens in der Stadt. "Die Quirligkeit, die niedrigen Mieten und der Bohème-Charme ziehen Künstler und Touristen an. Aber 20 Jahre nach dem Mauerfall und trotz des Umzugs der Regierung ist die Stadt noch nicht die Hauptstadt aller Deutschen geworden", schreibt Marie de Vergès. Sie beschreibt auch die schwierige soziale Lage, die Verlotterung mancher Stadtteile und die mangelnde Anbindung des Flughafens an die große weite Welt. Ich empfehle ganz im Stil einer gewissen Kritikerin "lesen! lesen! lesen!".
Dienstag, 3. November 2009
Deutsch-französische Mauermaler
20 Jahre nach dem Mauerfall soll das Bauwerk am 9. November symbolisch ein zweites Mal zum Einsturz gebracht werden. Eine Mauer aus Dominosteinen wird in den nächsten Tagen aufgebaut. Das Berliner Institut francais hat Künstler und Jugendliche aus Frankreich und Deutschland gebeten, gemeinsam Dominosteine für das Fest zu gestalten. Hier das Video der Mauermaler
Mittwoch, 30. September 2009
Warum der Journalist von Le Monde Mustapha Kessous seinen Vornamen verschweigt - Erfahrungen mit dem alltäglichen Rassismus
Lang hat er stillgehalten und die alltäglichen kleine Demütigungen ertragen, die Blicke, die verletzenden Bemerkungen und die offenen rassistischen Angriffe. Doch als der französische Einwanderungsminister kürzlich einem Parteifreund mit magrebinischen Wurzeln angeblich scherzhaft erklärte, einer von denen gehe ja noch, nur in Massen dürfen sie nicht auftreten, da war bei Mustapha Kessous das Maß des Erträglichen überschritten. Der Redakteur schrieb sich in einem langen persönlichen Bericht all die Verletzungen und Ungerechtigkeiten der vergangenen Jahre von der Seele und löste damit eine heftige Debatte aus.
Auch Mustapha Kessous musste einen der angeblichen Scherze des Ministers ertragen. "Haben Sie ihre Papier dabei", fragte der lächelnd bei einem Interviewtermin - natürlich ein gelungener Scherz.
Schon in der Schule, in einer katholischen Einrichtung in einem guten Viertel von Lyon, bekam der Sohn einer algerischen Mutter zu hören, er solle in sein Land zurückkehren, auch von Lehrern. In der Journalistenschule fragten ihn die Mitglieder der Prüfungskommission, ob er Muslim sei und ob er denn bei der Zeitung Le Monde sei, weil die "einen Araber gebraucht hätten".
Eigentlich dachte Mustapha, mit einer Stelle bei der großen Tageszeitung und einem Presseausweis seien die Probleme vorüber. Doch nach wie vor erlebt er, dass die Vorurteile schwerer wiegen. So wurde er bei der Recherche zu einem Kriminalfall selber als Verdächtiger festgenommen. Gelegentlich bekommt er zu hören, man spreche nicht "mit Arabern". Bei der Tour de France wurde sein Kollege gefragt, ob Mustapha der Chauffeur sei. Selbst die Zeitung Le Monde wurde nach der Einstellung des Redakteurs angegriffen, sie beschäftige "Fixer", der durch die Banlieues führe. Meist meldet sich der Redakteur einfach nur mit seinem unverdächtig klingendem Nachnamen, um nicht wieder auf diese unangenehmen Reaktionen zu stoßen.
Fast noch schmerzhafter sind die Erfahrungen ohne den Presseausweis im Privatleben. Wohnungen für die er sich interessiert, sind plötzlich nicht mehr frei. Ein angesagter Club, in den er seine Schwester zu ihrem 40. Geburtstag einladen wollte, wies ihn ab. Doch die größte Demütigung sind plötzliche Ausweiskontrontrollen aus heiterem Himmel. Selbst mit seiner 60-Jährigen Mutter musste er sich nach Waffen abtasten lassen. Er hat eigentlich nur einen Wunsch, als ganz normaler Franzose angenommen zu werden, trotz seiner Hautfarbe, trotz seines Vornamens. Dass der Fall kein Einzelfall ist, zeigt die Flut von Zuschriften, die heute auf einer ganzen Seite erschienen sind. Trotz der Antidiskriminierungsgesetze muss die Einwanderungsgesellschaft, übrigens auch in Deutschland, noch viel hinzulernen.
Erfahrungen mit dem alltäglichen Rassismus
Auch Mustapha Kessous musste einen der angeblichen Scherze des Ministers ertragen. "Haben Sie ihre Papier dabei", fragte der lächelnd bei einem Interviewtermin - natürlich ein gelungener Scherz.
Schon in der Schule, in einer katholischen Einrichtung in einem guten Viertel von Lyon, bekam der Sohn einer algerischen Mutter zu hören, er solle in sein Land zurückkehren, auch von Lehrern. In der Journalistenschule fragten ihn die Mitglieder der Prüfungskommission, ob er Muslim sei und ob er denn bei der Zeitung Le Monde sei, weil die "einen Araber gebraucht hätten".
Eigentlich dachte Mustapha, mit einer Stelle bei der großen Tageszeitung und einem Presseausweis seien die Probleme vorüber. Doch nach wie vor erlebt er, dass die Vorurteile schwerer wiegen. So wurde er bei der Recherche zu einem Kriminalfall selber als Verdächtiger festgenommen. Gelegentlich bekommt er zu hören, man spreche nicht "mit Arabern". Bei der Tour de France wurde sein Kollege gefragt, ob Mustapha der Chauffeur sei. Selbst die Zeitung Le Monde wurde nach der Einstellung des Redakteurs angegriffen, sie beschäftige "Fixer", der durch die Banlieues führe. Meist meldet sich der Redakteur einfach nur mit seinem unverdächtig klingendem Nachnamen, um nicht wieder auf diese unangenehmen Reaktionen zu stoßen.
Fast noch schmerzhafter sind die Erfahrungen ohne den Presseausweis im Privatleben. Wohnungen für die er sich interessiert, sind plötzlich nicht mehr frei. Ein angesagter Club, in den er seine Schwester zu ihrem 40. Geburtstag einladen wollte, wies ihn ab. Doch die größte Demütigung sind plötzliche Ausweiskontrontrollen aus heiterem Himmel. Selbst mit seiner 60-Jährigen Mutter musste er sich nach Waffen abtasten lassen. Er hat eigentlich nur einen Wunsch, als ganz normaler Franzose angenommen zu werden, trotz seiner Hautfarbe, trotz seines Vornamens. Dass der Fall kein Einzelfall ist, zeigt die Flut von Zuschriften, die heute auf einer ganzen Seite erschienen sind. Trotz der Antidiskriminierungsgesetze muss die Einwanderungsgesellschaft, übrigens auch in Deutschland, noch viel hinzulernen.
Erfahrungen mit dem alltäglichen Rassismus
Dienstag, 22. September 2009
Rabiater Einsatz gegen Flüchtlinge
Sie marschierten am frühen Morgen auf. 500 Sicherheitspolizisten umstellten den sogenannten Dschungel, ein Flüchtlingslager bei Calais, kreisten die Bewohner um ein Feuer ein, schleppten sie aus ihren Hütten. 278 Menschen lebten zuletzt in den notdürftig zusammengezimmerten Hütten und warteten auf eine Gelegenheit, nach Großbritannien auszureisen. Immer wieder versuchen die Flüchtlinge, sich auf einen Lastwagen, auf eine Fähre zu schmuggeln oder durch den Eurotunnel zu laufen.
Die Bewohner des Dschungel haben schon abenteuerliche Fluchten aus Afghanistan, Pakistan oder dem Irak hinter sich, fast die Hälfte sind Kinder oder Jugendliche. Sie werden nun in Heime überstellt, die Erwachsenen festgenommen. Auch die 30 Unterstützer, die eine Menschenkette bildeten, konnten das nicht verhindern. Die Flüchtlinge können zwar Asylanträge stellen. In den meisten Fällen werden sie jedoch auf das EU-Land verwiesen, in das sie zuerst eingereist sind. Auch eine "Beihilfe zur freiwilligen Rückkehr in ihr Land" bietet ihnen die Verwaltung von Calais an.
Der Einwanderungsminister Eric Besson begründete die Räumung mit dem "Vorgehen gegen Schlepperbanden" und dem "Kampf gegen die Kriminalität". Die Menschenrechtsgruppen kritisieren allerdings, dass die Flüchtlinge jetzt noch stärker auf die Dienste von Schleppern angewiesen sind. Die Zerstörung des Lagers verlagere das Problem nur. Entstanden war der Dschungel nach der Zerstörung des offiziellen Durchgangslagers Sangatte 2002 auf Anweisung von Nicolas Sarkozy, der damals Innenminister war. So wie damals rückten jetzt im Dschungel die Bulldozer an und machten die Behausungen dem Erdboden gleich, so als sei das Problem dadurch zu lösen.
Fernsehbericht über die Festnahme
Die Bewohner des Dschungel haben schon abenteuerliche Fluchten aus Afghanistan, Pakistan oder dem Irak hinter sich, fast die Hälfte sind Kinder oder Jugendliche. Sie werden nun in Heime überstellt, die Erwachsenen festgenommen. Auch die 30 Unterstützer, die eine Menschenkette bildeten, konnten das nicht verhindern. Die Flüchtlinge können zwar Asylanträge stellen. In den meisten Fällen werden sie jedoch auf das EU-Land verwiesen, in das sie zuerst eingereist sind. Auch eine "Beihilfe zur freiwilligen Rückkehr in ihr Land" bietet ihnen die Verwaltung von Calais an.
Der Einwanderungsminister Eric Besson begründete die Räumung mit dem "Vorgehen gegen Schlepperbanden" und dem "Kampf gegen die Kriminalität". Die Menschenrechtsgruppen kritisieren allerdings, dass die Flüchtlinge jetzt noch stärker auf die Dienste von Schleppern angewiesen sind. Die Zerstörung des Lagers verlagere das Problem nur. Entstanden war der Dschungel nach der Zerstörung des offiziellen Durchgangslagers Sangatte 2002 auf Anweisung von Nicolas Sarkozy, der damals Innenminister war. So wie damals rückten jetzt im Dschungel die Bulldozer an und machten die Behausungen dem Erdboden gleich, so als sei das Problem dadurch zu lösen.
Fernsehbericht über die Festnahme
Dienstag, 1. September 2009
C´est la rentrée!
Das Großereignis kündigt sich schon seit Wochen an: La rentrée. Der Tag der Rückkehr aus dem Urlaub ist in Frankreich fast noch wichtiger als der Neujahrstag. Es ist der Tag des Neubeginns - nicht nur in der Schule, sondern auch am Arbeitsplatz und an der Uni. Große Werbeanzeigen, Ratgeberartikel in den Frauenzeitschriften für die "gestylte oder die ökologische Rückkehr" und überbordende Buchregale und Auslagen in den Schreibwarenläden und Supermärkten erwarten die Heimkehrerer.
Gestresste Eltern füllen ihre Einkaufskörbe nicht nur mit Heften, Füllern und den neuesten Nachschlagewerken (Pünktlich stehen die neuesten Ausgaben von Le Robert und Larousse in den Läden) für den Nachwuchs. Im Durchschnitt kostete die Neuausstattung nach Zahlen des Verbands "familles de France" 174,23 Euro. Auch ein neuer "Look", so rät zumindest 20 Minutes, sollte den Neustart begleiten. Der eigentliche Tag X für rund zwölf Millionen Schüler findet am 2. September statt.
Im Oktober sind die Studenten dran, denen le Figaro rät, schon einmal das Scheckheft zu zücken. Denn für Einschreibung, Kaution, Makler und Studienmaterial werden in Paris 3054 Euro fällig, für Studierende in der Provinz fast 2500 Euro. Auch die monatlichen Lebenshaltungskosten sind gestiegen. Rund 1200 Euro monatlich kostet das Studieren in Paris.
Doch la rentrée beschränkt sich nicht nur auf die Schulen und Universitäten. Wenn toute la France aus den Ferien kommt, kündigt sich auch la rentrée littéraire, culturelle, musicale, du cinéma etc. an. Friseure werben für einen neuen Schnitt. Die Warenhäuser preisen Kostüm und Anzug für die gestylte Rückkehr an den Arbeitsplatz an. Die Arbeitgeber erhoffen ein bisschen Frieden. (Le Figaro: La rentrée apaisée). Langsam beginnt wieder der Alltag in den Schulen, Unternehmen und in der Politik. Kleine Ausflüchte versprechen nur die Tipps für "La rentrée choc" von Le Figaro. Die entführen zum eleganten gôuter (dem Nachmittagsimbiss) ins Fünfsternehotel Parc Hyatt an der Place Vendôme. Wenn das Budget es noch zulässt, kann man sich dort mit edler Patisserie die schwierigen ersten Tage versüßen.
Teures Studentenleben
Gestresste Eltern füllen ihre Einkaufskörbe nicht nur mit Heften, Füllern und den neuesten Nachschlagewerken (Pünktlich stehen die neuesten Ausgaben von Le Robert und Larousse in den Läden) für den Nachwuchs. Im Durchschnitt kostete die Neuausstattung nach Zahlen des Verbands "familles de France" 174,23 Euro. Auch ein neuer "Look", so rät zumindest 20 Minutes, sollte den Neustart begleiten. Der eigentliche Tag X für rund zwölf Millionen Schüler findet am 2. September statt.
Im Oktober sind die Studenten dran, denen le Figaro rät, schon einmal das Scheckheft zu zücken. Denn für Einschreibung, Kaution, Makler und Studienmaterial werden in Paris 3054 Euro fällig, für Studierende in der Provinz fast 2500 Euro. Auch die monatlichen Lebenshaltungskosten sind gestiegen. Rund 1200 Euro monatlich kostet das Studieren in Paris.
Doch la rentrée beschränkt sich nicht nur auf die Schulen und Universitäten. Wenn toute la France aus den Ferien kommt, kündigt sich auch la rentrée littéraire, culturelle, musicale, du cinéma etc. an. Friseure werben für einen neuen Schnitt. Die Warenhäuser preisen Kostüm und Anzug für die gestylte Rückkehr an den Arbeitsplatz an. Die Arbeitgeber erhoffen ein bisschen Frieden. (Le Figaro: La rentrée apaisée). Langsam beginnt wieder der Alltag in den Schulen, Unternehmen und in der Politik. Kleine Ausflüchte versprechen nur die Tipps für "La rentrée choc" von Le Figaro. Die entführen zum eleganten gôuter (dem Nachmittagsimbiss) ins Fünfsternehotel Parc Hyatt an der Place Vendôme. Wenn das Budget es noch zulässt, kann man sich dort mit edler Patisserie die schwierigen ersten Tage versüßen.
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